Presseberichte

Thomas Bauer, Kronen Zeitung 16.01.2016

Rechtzeitig zur Skiflug-WM am Kulm stellte sich der Wettergott - sehr zur Freude der Touristiker - doch noch mit winterlichen Bedingungen ein. Bilder von "natürlichen Wintermärchen" dürften in unserer Breiten freilich immer seltener werden. Ein Experte von der TU Wien empfiehlt deshalb dringend einen "Plan B"!

Bilder von der weißen Schanze inmitten grüner Wälder und Wiesen sind den Ausseerland-Touristikern diesmal erspart geblieben. Darauf, dass Frau Holle auch künftig punktgenau ihre Pölster ausschüttelt, würde Helmut Detter - Experte von der TU Wien - aber nicht setzen.

Angesichts der Erderwärmung, "die ist wissenschaftlich gesichert", empfiehlt er insbesondere den heimischen Wintersport-Touristikern einen Plan B: "Es gibt kein grenzenloses Wachstum. Es steht ein Verdrängungswettbewerb ins Haus, den nur innovative Marktteilnehmer überstehen werden."

Am Kulm etwa wäre man auch ohne den Naturschnee der letzten Tage über die WM-Runden gekommen. Der sogenannte ERSO-HESU Schnee wurde übrigens schon im November produziert und deponiert. Detter: "Daran führt bei Veranstaltungen mit solchen Dimensionen kein Weg vorbei."

Innovatives Schneemanagement
Der technische Fortschritt in der künstlichen Schneeproduktion zeigt sich in der Praxis. Sepp Pürcher, Schneimeister am Kulm: "Früher musste es minus sechs Grad haben - jetzt reichen nur wenige Grade für die Herstellung von griffigem Schnee."
Auch auf der nahen Planai hat man sich - ganz im Sinne von Detters Thesen - einem innovativen Schneemanagement verschrieben: "Es geht insbesondere um die Schonung von Ressourcen und die Einsparung von Kosten: "Denn der Aufwand für den ständig steigenden Bedarf an Kunstschnee kann sicher nicht auf die Kunden umgewälzt werden."

Kronenzeitung Steiermark lokal 16.01.2016